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Karteikarten

Lernen, wenn es wirkt: Jede Karte kommt genau dann wieder, wenn sie zu kippen droht.

Die Karteikarten auf dem Handy: Tage-Streak, Tagesziel, offene Karten und der Countdown zur nächsten Prüfung.

Der Einstieg auf dem Handy: Tage-Streak, Tagesziel, die Zahl der offenen Karten und der Countdown zur nächsten Prüfung.

  1. Der Algorithmus plant die Wiederholung

    FSRS berechnet für jede Karte den besten Zeitpunkt — verteiltes Wiederholen ist wissenschaftlich gut belegt (Cepeda et al., 2006).

  2. Streak, Tagesziel, Prüfungsmodus

    Motivation wie in einer Lern-App: Streak, Tagesziel und der Countdown zur nächsten Prüfung mit Prüfungsbereitschaft.

  3. Lückentext und Bildverdeckung

    Aus einem Satz mit drei Lücken werden drei Karten, aus einem Bild mit sechs Stellen sechs — jede mit eigenem Fortschritt.

  4. Auswertung

    Die Auswertung bleibt anonym. Der Ausbilder sieht aggregierte Ergebnisse, wo die Azubis Schwächen haben.

Spaced Repetition nach FSRS

Dasselbe Verfahren wie in Anki — nur eingebaut, statt daneben.

Eine Karteikarte in der Abfrage: die Frage auf der Vorderseite, darunter die Knöpfe zum Bewerten der eigenen Antwort.

Jede Karte kommt genau dann wieder, wenn sie zu kippen droht. Inhalt und Fortschritt sind dabei getrennt: Ein Stapel, den der Betrieb pflegt, kann von allen genutzt werden, und jeder hat trotzdem seinen eigenen Stand.

Was eine Karte ist, sagen ihre Daten und kein Typ-Feld. Eine Lücke im Text macht daraus einen Lückentext, eine verdeckte Stelle im Bild eine Bildverdeckung. Ein Satz mit drei Lücken wird zu drei Karten, damit jede Stelle ihren eigenen Fortschritt bekommt — sonst zieht die schwerste Stelle die ganze Karte mit.

  • Bilder lassen sich direkt in Vorder- und Rückseite einfügen
  • Azubis können einzelne Karten oder ganze Stapel an ihre Ausbilder schicken
  • Freies Üben zählt nicht auf den Lernplan ein — Wiederholen bleibt Wiederholen

Der Countdown zur Prüfung

Ein Datum, verbleibende Tage und eine Bereitschaft in Prozent.

Der Prüfungsmodus: die nächste Prüfung mit Datum, verbleibenden Tagen und der Prüfungsbereitschaft in Prozent.

Im Prüfungsmodus steht die nächste Prüfung mit Datum und Restzeit, dazu die Prüfungsbereitschaft: der Anteil der Karten, die zum Termin voraussichtlich sitzen. Gelernt wird dann gezielt auf diesen Termin hin, nicht in der üblichen Reihenfolge.

Was der Betrieb sieht

Zusammengefasst, nicht namentlich.

Die Auswertung bleibt anonym. Der Ausbilder sieht, wo die Azubis Schwächen haben — nicht, wer wie oft geübt hat. Das ist keine technische Grenze, sondern eine Entscheidung: Ein Lernwerkzeug, das zugleich meldet, wer wie fleißig war, wird nicht benutzt.

Cepeda, N. J., Pashler, H., Vul, E., Wixted, J. T., & Rohrer, D. (2006). Distributed practice in verbal recall tasks: A review and quantitative synthesis. Psychological Bulletin, 132(3), 354–380.